BOOK REVIEW: SCHWARZER MOND ÜBER SOHO

11.07.2017


  • Inhalt des Buches 

Constable Peter Grant ist ein ganz normaler Londoner Bobby. Die Abteilung, in der er arbeitet, ist allerdings alles andere als normal: ihr Spezialgebiet ist – die Magie. Peters Vorgesetzter, Detective Inspector Thomas Nightingale, ist der letzte Magier Englands und Peter seit kurzem bei ihm in der Ausbildung. Was im Moment vor allem das Auswendiglernen von Lateinvokabeln bedeutet, die uralten Zaubersprüche wollen schließlich korrekt aufgesagt werden. Doch als Peter eines Nachts zu der Leiche eines Jazzmusikers gerufen wird, verliert das Lateinstudium auf einmal seine Dringlichkeit. Peter findet heraus, dass in den Jazzclubs in Soho, im Herzen Londons, plötzlich verdächtig viele Musiker eines unerwarteten Todes sterben. Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu ...


  • Meine Meinung
Nach die Flüsse von London war ich sehr gespannt wie es mit Peter Grant, der Magie und der Jagd nach magischen und nicht magischen Verbrechern weitergeht. Ich wurde nicht enttäuscht, genauso lustig und kurios wie im ersten Buch geht es auch hier wieder zu. Diesmal aber begleiten wir den Bobby in den Bezirk Soho, bekannt durch die dortige Jazz Kultur. Ein Bereich der Peter Grant nicht unbekannt ist, da sich sein Vater mit Leib und Seele dieser Musik verschrieben hat. 

Nach dem nicht ganz so schönen Ende im ersten Buch ist Grant gezwungener Maßen auf sich alleine gestellt und muss zwei Fälle gleichzeitig in Angriff nehmen. Ohne Nightingale und Lesley, die derzeit mir ihrem gesundheitlichen Zustand beschäftigt sind, muss er sich nicht nur um Jazzvampire kümmern, sondern auch den Fall, bei dem Männer beim Verkehr die Penisse abgebissen werden - hört sich unschön an, ist es auch sicherlich - die Herren der Schöpfung fänden es sicherlich nicht lustig ihr bestes Stück so zu verlieren (oder generell), kümmern. Man merkt recht schnell, das Peter sich zwar schon etwas besser in Magie auskennt, dennoch zum Vergnügen der Leser einiges an Ungeschicktheit an den Tag legt und nicht nur sich selbst in Chaotische Situationen nach dem anderen manövriert - aus denen er meist auch noch ungeschoren davon kommt - sondern auch teils London und die Polizei in Chaos versetzt, beispielsweise durch einen gekidnappten Rettungswagen, den er auch noch in der Themse (wenn ich mich recht erinnere) versengt.

Neben allerlei Kuddel Muddel, lernen wir in Schwarzer Mond über Soho Peter Grant besser kennen, auch über seine Eltern erfahren wir ein wenig mehr. Daneben fügt der Autor weitere Nebencharakter ein, die durchaus ihren Reiz haben und sympatisch wirken. Eine von ihnen ist Inspector Stephanopulous - die mir ihrer toughen Art jeden Mann in den Schatten stellt und in seine Schranken zu verweisen weiß. Weiter treffen wir auf Simon, die Geliebte eines der toten Jazzmusiker und sozusagen eine Verdächtige. Was aber kein Hinderung für Grant zu sein scheint, mit ihr eine Affäre zu beginnen. 

Wenn auch nicht alle Leser damit einverstanden sind, finde ich das der zweite Band durchaus seine Höhen hat uns sich gut als Nachfolger macht. Klar geht es hier nicht unbedingt immer um die Magie, aber auch diese erhält einen Teil und ist allgegenwärtig. Wie in die Flüsse von London, herrscht hier der Wortwitz vor, seinen wir mal ehrlich, genau das macht diese Reihe (auch wenn ich bisher nur Buch ein und zwei gelesen habe) aus. Die kleinen Anekdoten, die Situationen wenn Peter und Nightingale zusammen arbeiten und der nicht mehr ganz so junge Magier nicht immer die Anspielungen versteht und eine Erklärung dazu braucht, das lässt einen schmunzeln, wenn nicht sogar laut auflachen. Ich fühle mich durch die Bücher sehr unterhalten und bin schon sehr neugierig auf die anderen. 

Auch wenn es erst gegen Ende des Buches so richtig losgeht, finde ich den Handlungsbogen interessant und aufschlussreich. Die Handlungsstränge treffen zusammen und man bekommt einen Eindruck, wie es in Band drei weitergehen könnte.



Titel: Schwarzer Mond über Soho
Reihe: Die Flüsse von London
Ausgabe: Taschenbuch
Erschienen: 01. Juli 2012
Autor: Ben Aaronovitch
Seiten: 416
ISBN: 978-3423213806
Verlag: dtv



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