17 September 2016

MYSTERIÖSE MASCHINEN UND DIE TITANIC- IRONDEAD


Irland zu Beginn des 20. Jahrhunderts: In einem ehemaligen Schlachthaus entdeckt der Privatdetektiv Quinn Devlin ein monströses eisernes Geschöpf. Kurz darauf verschwindet der reiche Kaufmann Stanley Garland, der am Bau der Titanic beteiligt ist. Quinn versucht, das mysteriöse Geschehen aufzuklären - und legt sich dabei mit Mächten an, die das größte Schiff der Welt für ein mörderisches Spiel missbrauchen ...

Zunächst einmal, Irondead ist bisher der erste Hohlbein Roman welcher ich gelesen habe. Hohlbein zählt zu den erfolgreichsten deutschen Autoren und schart eine große Fangemeinde um sich. Deshalb kann man eigentlich nicht umhin und eines seiner zahlreichen Werke in die Hand zu nehmen. Gesagt getan. Ansprechend für mich wahr wohl der Klappentext und das Cover, welches schon recht Steampunk anmutet und in Belfast des 20. Jahrhunderts spielt, gerade zu der Zeit, in der der Bau die berühmte Titanic beginnt. Genau dahin lässt uns Hohlbein auch in die Geschichte eintauchen. 

Obwohl der Klappentext sehr vielversprechend klang und auf ein Abenteuer in Belfast rund um eine Verschwörung und vieles mehr hindeutet, wurde ich zusehends enttäuschter je mehr die Story voran schritt. Ein düstere und viktorianisches Setting, ein ehemaliger Polizist der sich nun als Privatermittler durchschlägt, Geheimnisse rund um den Bau der Titanic, das sollte doch Stoff für ein hochinteressanter Roman werden. Wäre das große aber nicht, obwohl Wolfang Hohlbein wirklich sehr gut Schreiben kann und dies auch demonstriert, konnte mich dieses Buch bzw die Umsetzung nicht überzeugen. Die Idee die dahinter steckt ist sehr interessant, daran gibt es auch nicht auszusetzen, trotzdem haben mich die Figuren an den Rand der Verzweiflung getrieben und die Handlungsstränge wurden auch sehr in die Länge gezogen, also man hätte gut und gerne etwas kompakter erzählen können. Wenn man es insgesamt betrachtet, wäre Irondead mit weitaus weniger Seiten gut ausgekommen und man hätte den Fokus auf wichtige Erzählungen, Beschreibungen usw. legen können. 

Neben- so wie die Hauptfigur bleiben nichtssagend, platt und wenig ansprechend. Sie tun Dinge und treffen Entscheidungen die sich mir bisher nur wenig erschlossen haben und ich nicht nachvollziehen konnte. Deshalb kann ich sagen, dass ich mir den Folgeband nicht kaufen werde. Ich hatte mir einiges von diesem Roman versprochen, wurde aber von der Umsetzung und den Charaktern enttäuscht. Ich will nicht sagen, ich finde es gänzlich schlecht, trotzdem wird wohl Wolfgang Hohlbein kein Autor für mich, auch der Schreibstil ist für mich eher schwierig und ungewohnt. 


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Wolfgang Hohlbein · Irondead - der zehnte Kreis · Paperback Ausgabe · Seiten 640 · 
Erscheinungsdatum 06 Februar 2014 · Egmont INK Verlag · Verlag

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