15.05.2016

Von zerschlagenen Mächten und Chaos in der Galaxie

Der zweite Todesstern ist zerstört worden. Das Galaktische Imperium befindet sich in völligem Chaos. Der Imperator und Darth Vader sind tot. Innerhalb der Galaxis wird diese Entwicklung von einigen Systemen gefeiert, während in anderen die imperialen Fraktionen brutal durchgreifen. Die Rebellenallianz macht sich auf, die angeschlagenen Streitkräfte des feindlichen Imperiums zur Strecke zu bringen, ehe diese sich neu gruppieren und zurückschlagen können. Da macht ein einsamer Kundschafter der Rebellen eine folgenschwere Beobachtung …

So toll auch der Klappentext zunächst auch war, die Story konnte mich nicht sehr überzeugen. Zwar steht Star Wars drauf, aber es ist sehr wenig davon in der Geschichte zu finden. Ein Paar Charakter die man durch das Universum bereits kennen gelernt hat, ob Bücher oder Filme, bekommt der Leser hier zu Gesicht - zum Beispiel Admiral Ackbar, der eine wichtige Rolle nach der Zerschlagung und dem Fall des Imperiums spielt - viel haben sie aber auch schon wieder nicht mit der Handlung zu tun. Zudem sucht der Leser vergeblich nach einer Spannungsgeladenen Storyline, die sich nicht wirklich erahnen lässt und auch beim Voranschreiten des Buches nicht zeigt. Man wird sozusagen von einer Ecke des Universums in eine andere Geschleudert und bekommt so viele Figuren um die Ohren geworfen, dass man sich nur schwerlich auf eine Konzentrieren kann.

Hinzukommend ist die bereits nicht wirklich packende Story die sich in zwei, drei Sätzen zusammenfassen lässt: Die Kampfpilotin Norra will ihren Sohn Temmin mit sich nehmen um ihn vor den Gefahren der Restlichen Imperialen Kräften zu schützen, doch wie bockige Teenager so sind will er nicht weg, da er sich ein Leben aufgebaut hat. Durch Zufall treffen sie auf eine Kopfgeldjägerin und einen Rebellen. Gemeinsam treten sie in den Kampf um in einem Palast auf Akiva eine Geheime Versammlung zu zerschlagen.

Nicht geradezu eine interessante und spannende Story. Nebenbei brillierten auch die Sturmtruppler nicht gerade bedrohlich sondern eher inkompetent und nutzlos. Aber auch die Helden dieser Geschichte glänzen nicht gerade durch heroisches Verhalten. Mal abgesehen von der Zerstörung des Todessterns, was mehr als einmal zur Sprache kam, kann man diese Auswirkungen nicht sehr spüren, da hätte ich mir viel mehr gewünscht. Die Handlung hatte so viel Potenzial die überhaupt nicht genutzt wurde und sehr viel verschenkt hat. Gerade weil, die Rebellen das Imperium nahezu ganz ausgelöscht hatte, wäre es doch sehr interessant gewesen, wenn diese durch Intrigen und Korruption einen Vergeltungskreig angefangen hätten...meiner Meinung nach.

Längst nicht ein Titel, der man weiterempfehlen kann, da Nachspiel sehr viel an Gelegenheiten verstreichen ließ ein weiteres Epos zu werden. Das gewisse Star Wars Feeling kam zumindest bei mir nicht auf und ich bin richtig enttäuscht, da das Cover und der Klappentext auf mehr hoffen ließ.

❶ ❷ ➂ ➃ ➄

Vielen Dank an Blanvalet für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares

Chick Wendig ·  Star Wars : Nachspiel, der Krieg ist nicht vorbei · Paperback · Seiten 480
Erscheinungsdatum 18. April 2016 · Verlag 

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