17.04.2016

Von Helden und Götter - Steelheart

Eine düstere Zukunft ist angebrochen. Die Welt wird beherrscht von den sogenannten Epics – Menschen mit Superkräften, die sich über jedes Gesetz stellen. Nichts kann sie aufhalten, und niemand kann ihrer Terrorherrschaft widerstehen. In Chicago hat ein besonders mächtiger Epic namens Steelheart die ganze Stadt in einen stählernen Albtraum verwandelt. Er glaubt sich unbesiegbar – doch er hat nicht mit David gerechnet. Dessen Plan: Rache an Steelheart und Freiheit für Chicago! Ein Plan, der ihm alles abverlangen wird ...

Superhelden kämpfen für das Gute. Sie bieten dem Bösen die Stirn und sorgen für Frieden und Gerechtigkeit. So sollte es eigentlich sein, doch mit Ankunft der Helden beginnt auf der ganzen Welt das Chaos und Tyrannei. Einer der Mächtigsten unter den sogenannten Epics, Menschen mit besonderen Fähigkeiten, ist Steelheart. Unverwundbar, unbesiegbar. Er kann ganze Städte in Schutt und Asche legen und wenn er wütend ist auch diese in massiven Stahl verwandeln. Alles leblose und auch Tote verwandelt er. Letztlich gibt es keinen, der gegen ihn ankommt und so reist er die gesamte Macht über Chicago an sich und verkündet, dass sie ihm gehöre. Hilflos sind die Einwohner Steelheart untergeben und leben in Angst und Schrecken. 

Nicht jeder gibt sich mit diesem Terrorregime zufrieden, einer von ihnen ist der achtzehnjährige David, welcher als achtjähriges Kind miterleben musste wie der zuvor geglaubte strahlende Held Steelheart seinen Vater tötete. Dabei entdeckte er, dass der unbesiegbare Held doch nicht so unbesiegbar war, wie es zunächst erschien. Sein Vater konnte Steelheart verletzten. Zehn Jahre lang sammelt David Informationen über die Epics zusammen. Ihre Schwächen, ihre Stärken. Sein Wunsch ist es, sich der geheimen Organisation der Rächer anzuschließen um Steelheart und seinen Schergen ein für alle mal das Handwerk zu legen und Chicago aus dem Joch der Unterdrückung zu befreien. Doch um gegen eben diesen übermenschlichen Gegner antreten zu können muss erst einmal ein Plan her. 

Steelheart war ein wirklich spannendes Buch. Es beginnt schon aufregend und man wird mit der Ankunft der Epics konfrontiert. Übermenschliche Wesen, die selbst einmal Menschen waren und mit der Ankunft eines nicht näher definierbaren Kometen  genannt Calamity verschiedenen Fähigkeiten entwickelten. Zum Leidwesen der anderen Menschen. Denn ganz anders als man es von Superhelden gewöhnt ist, setzen sie ihre Kräfte nicht für das Gute ein, sondern zu ihrem persönlichen Vorteil und Vergnügen. Besonders erwähnenswert sind hier die Settings, zwar spielt die Geschichte in Chicago, doch diese Stadt wie wir sie kennen existiert so nicht mehr, denn durch Steelhearts Fähigkeit alles leblose in Stahl zu verwandeln, besteht die Stadt komplett aus diesem Material. Zudem herrschen auch hier verschiedene Schichten der Gesellschaft. Zur untersten gehört der Protagonist David, der trotz seiner gerade einmal 18 Jahren viel erlebt hat und nur von einem einzigen Gedanken angetrieben wird: Rache an Steelheart. Durchaus verständlich. Doch auch ein schwieriges Unterfangen. Ich zumindest konnte seine Beweggründe verstehen und die Tatsache, dass er sich einer Unterorganisation  anschließen möchte um diesen Plan zu verwirklichen. Eines Tages trifft er auf die Rächer und wird von heute auf morgen ein Teil dieser Rebellengruppe. Trotz seines Leichtsinnes und dem Geschick nicht nur sich selbst mehr als einmal in brenzlige Situationen zu manövrieren, gelingt es im mit seinem Geschick und Intelligenz ein Mitglied dieser Gruppe zu werden. Anfangs machte mit Davids Ungeschicktheit  etwas sorgen, doch das hat sich mit voranschreiten der Storyline gelegt und ich konnte es nicht erwarten was als nächstes passierte, zumal man nicht wirklich sicher sein kann, was David als nächstes aus dem Hut zaubert und auch sein Improvisationstalent zu wünschen übrig ließ. 

Auch die handelnden Nebencharakter sind besonders erwähnenswert. Geschickt ausgearbeitet beschert Brandon Sanderson Figuren, die einzeln interessant zu betrachten sind, aber auch im Team perfekt und jeder auf seine ganz eigene Art zusammenpassen. Humorvoll, gewieft, geheimnisvoll und interessant, ja so kann man diese Rebellengruppierung nennen. 

Durchaus von der ersten bis zur letzten Seite spannend erzählt. Verschiedene Charakter die aufeinander Treffen und Science Fiction- Fantasy die sehr gut erzählt wurde und welche durchaus auch seine Höhen und Tiefen besitzt. Sandersons Schreibstil macht es dem Leser zudem auch einfach, der Geschichte zu folgen und ohne großartigen ausschweifende Beschreibungen eine Handlung zu erzählen, der man mit Spannung und Eifer folgen möchte. Action und Wendungen mit denen man so nicht gerechnet hat, ergeben ein geniales Buch, dass nicht nur für Fans solcher Lektüren geeignet ist. 

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Vielen Dank an Heyne, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares

Brandon Sanderson · Steelheart - The Reckoners Book 1 · Taschenbuch · Seiten: 448 · 
Erscheinungsdatum: 08. Februar 2016 · Verlag

Kommentare:

  1. Hi :D

    Mir hat das Buch auch super gefallen und auch der zweite Teil ist echt toll... Jetzt fiebere ich jedenfalls schon sehr dem Abschluss der Trilogie entgegen, ich hoffe der dritte Teil erscheint noch dieses Jahr. Brandon Sanderson schreibt so toll und die Geschichte ist echt voller Wendungen... <3 Wünsche dir dann jedenfalls auch viel Spass mit dem zweiten Teil. :)

    glg Nadja

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    1. Hallo Nadja,

      da bin ich aber mal gespannt wie die beiden Teile werden. Ich warte lieber wenn sie als Taschenbuch erscheinen. Taschenbuch und dann Hardcover sieht im Regal schon etwas komisch aus ^^. Wenn die Geschichte weiterhin solche Wendungen hat, wird es bestimmt aufregend, vor allem was mit David und den Rächern wird.
      Vielen Dank, den werde ich sicherlich haben ><

      LG Sandra

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