03.10.2015

REZENSION - Runa


Titel: Runa
Autor: Vera Buck
Serie: ---
Format: Gebundene Ausgabe
Seiten: 608
Erscheinungsdatum: 24. August 2015
Verlag | Webseite | Leseprobe

Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis …



MEINE MEINUNG


Runa ist so ein Buch, bei dem es sich recht schwierig gestaltet hinein zu finden. Viele Figuren die ihre Geschichte erzählen, die doch irgendwie zusammenhängen und nacheinander so das Puzzle vervollständigen. Die ganze Geschichte spielt in einer eher düsteren Zeit, die selbst beim Lesen zum greifen nah erschien und auch eine beklemmende Atmosphäre erschuf. Keine leichte Lektüre die aber ihren Reiz hat. Doch zunächst einmal ein kleiner Überblick in die Handlung oder worum es in Runa geht.

Frankreich 1884,  Jori Hell ist Student an einer der führenden Kliniken für Hysterie. Sein Dozent ist kein geringerer als Dr. Charcot, Experte für die Heilung von Frauen die dem Wahnsinn verfallen sind. Er führt Experimente an ihnen durch und lässt alle Welt an diesem Schauspiel teilhaben. Doch ein Fall, bringt selbst ihn, den berühmten Doktor an seine Grenzen. Runa. Ein kleines Mädchen, dass den Behandlungsmethoden des Doktors trotzt. Plötzlich schlägt Juri vor, eine Operation durchzuführen um den Wahnsinn aus dem Gehirn des Kindes direkt herauszuschneiden. Etwas vollkommen neues, dass nicht nur der Salpêtrière ansehen und Ruhm bringen könnte, sondern auch Jori den langersehnten Doktortitel.

Wie bereits erwähnt ist Runa ein recht schwer zu lesendes und definitiv schwer zu erklärendes Buch. Ohne großartig etwas von der Story oder den Geheimnissen zu erzählen wird es eher kompliziert eine Rezension zu schreiben. Dennoch lässt sich mit Bestimmtheit sagen, dass es wohl zu den Büchern gehört, über die man noch etwas länger nachdenkt, denn es spiegelt oder besser gesagt zeigt es auf welchen Fortschritt die Psychologie in den letzten Jahren/ Jahrhunderten gemacht hat. Vorgänge werden erklärt, die sicher nichts für schwache Nerven sind. Gleichzeitig sind die komplexen Vorgehens- und Behandlungsweisen der Ärzte, Schwestern und allen anderen vorkommenden Figuren auf interessante und erschreckend genau und detailliert beschrieben, so dass nicht nur ein beklemmendes Gefühl , sondern auch eine Art des passiven Miterlebens aufkommt.

Hin und wieder musste ich eine Pause einlegen, weil es einfach zu verwirrend war und es bei mir gleichzeitig Unglauben,Interesse und Verzweiflung ausgelöst hat. Sowas hab ich äußerst selten und auch wenn Runa manches mal Langatmig, war es sehr Spannend. Was ich erstaunlich fand ist, die Tatsache, dass die Charakter von den verschiedensten Operationen oder Behandlungen sprechen wie andere Leute über das Wetter, was für Laien doch schon ziemlich schockierend ist, speziell wie die Beschreibung hier aufgeführt ist.

Bei Runa sollte man sich Zeit lassen. Gerade bei solch einer ausführlichen Story, die man nicht innerhalb von 300 Seiten erzählen und mitverfolgen kann. Geduld benötigt man allemal, doch es lohnt sich. Man sollte sich ebenso auf die Geschehnisse und Geschichte der einzelnen Figuren einlassen, denn nur so, kann man sichergehen, dass Runa einen in seinen Bann zieht.

❶ ❷ ❸ ❹ ❺

1 Kommentar:

  1. Hey Shiro,

    ein interessante Rezension. Ich wollte mir eigentlich gar keine komplett durchlesen. Aber ich war grade etwas fasziniert, dass du volle Punktzahl gibst und trotzdem war es stellenweise langatmig und der Einstieg eher schwierig. Ich kann mir das wirklich gut vorstellen, wenn man sich die Story selbst mal anschaut. Aber es macht mich extrem neugierig, dass es dennoch so punkten konnte. :)
    Schöne Rezension!

    Liebe Grüße
    Katja

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