REZENSION - Pandemonium

29. September 2015


Titel: Pandemonium
AutorLauren Oliver
Serie: Amor - Trilogie
Format: Gebundene Ausgabe
Seiten: 352
Erscheinungsdatum: 25.10.2012
Verlag | Leseprobe 

Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Das Mädchen, das glaubte, was man ihm sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.





MEINE MEINUNG

Eine vernünftige Rezension zu Pandemonium zu schreiben ist eher schwierig, denn mich hat es total verwirrt. Nicht zuletzt, da es daran liegt, dass die Autorin mit jedem neuen Kapitel mehr und mehr Fragen als Antworten bei mir verursacht hat. Um aber einmal von Vorne zu beginne. Lena hat es in die Wildnis geschafft und wird dort von Invaliden aufgenommen, gepflegt und aufgepeppelt. Fortan muss sie sich an ein Leben bei ihnen Gewöhnen und auch mit helfen, was ihr zu Anfang nicht gut gelingt. Auch die Soge um Alex und dessen Verlust macht ihr schwer zu schaffen. Trotzdem beginnt sie für die Untergrundorganisation zu arbeit und Lebt unter falschem Namen im dystopischen New York. Dort heftet sie sich an die Fersen von Julien, dessen Vater einer der größten Advokaten eines Delirium-freien Amerikas. Während einer Kundgebung kommt es zu einem Aufstand und Lena wird zusammen mit Julien gefangen genommen. Beide kommen sich in dieser Zeit näher und Lena beginnt tiefere Gefühle für Julien zu entwickeln, doch steht diese aufkeimende Leidenschaft unter keinem guten Stern, denn Julien besteht der Eingriff noch bevor, der ihn von der Krankheit "Delirium" befreien soll, als währe das noch nicht alles, ist Julien so labil, dass nur geringe bis keine Hoffnung besteht, dass er eine solche Operation lebend überstehen wird.

Pandemonium ist der zweite Teil der Amor-Trilogie der Autorin Lauren Oliver und somit ein weiteres Abenteuer für Lena, die sich in einer Welt voller Zwiespälte befindet. Einer Welt, in der es zwei Fraktionen von Menschen gibt, einmal den Geheilten, die keine Liebe empfinden können und Menschen die zu den Ausgestoßenen gehören, weil sie noch Liebe und Zuneigung fühlen können.

Schon zu Beginn bekommt man die chaotische Gefühlswelt in der Lena lebt mit und wie sich alles in und um sie herum verändert hat. Wenn man sich noch einmal den ersten Band in Erinnerung ruft, fällt es einem doch schon auf, dass sich einiges verändert hat, nicht nur Lena sondern auch der ganze Aufbau der Geschichte. Die Kapitel erzählen zwei Geschichten die zeitversetzt stattfinden, einmal im Jetzt und einmal in der Vergangenheit. Im "Jetzt" bekommt der Leser die Geschehnisse in New York mit, der Aufstand, die Kundgebung und die Entführung und was alles danach noch passiert.  "Damals" erzählt von der Flucht, Lenas Aufenthalt bei den Invaliden und ihre Zeit bei ihnen. Mich hat diese Erzählstruktur verwirrt, doch nach einiger Zeit hatte ich mich daran gewöhnt und konnte so mir ein klareres Bild machen, wie es Lena geschafft und überlebt , Freunde gefunden hat und so zum Widerstand gelangt ist.

Trotz der Verwirrung, hat es mich doch sehr überrascht und ich hätte nie damit gerechnet, das Pandemonium bzw. die Autorin es schafft, einen fleißenden wechsel zwischen ruhigen, emotionalen Passagen und einer zum zerreißenden Spannung aufzubauen und eine Protagonistin zu schaffen, die nicht nur Willensstärke sondern auch Verletzlichkeit zeigt und somit auch glaubwürdig in ihren Handlungen, Gefühlen und Entscheidungen erscheint. Im Schreibstil lässt sich Lauren Oliver nichts vormachen, eine beeindruckende Welt die sich glaubwürdig im Kopf zusammenfügt und somit ein stimmiger Gesamteindruck und Atmosphäre bildet. Ausdrucksstark erzählt sich somit eine Geschichte die man , mit einigen kleinen Ausnahmen, nicht erwartet hätte und sie somit zu einer Achterbahnfahrt an Gefühlen, emotionalen Hoch- und Tiefpunkten macht.

Auch mit allerlei Charakter kann sich Pandemonium schmücken, die ihr Kreuz zu tragen haben und sie nicht zu farblosen Eintagsfliegen verkümmern. Hierzu zählen Raven und Julien, die neben Lena eine nicht ganz so unerhebliche Rolle spielen und der ganzen Geschichte mehr tiefe, die ohnehin schon vorhanden ist, verleit. Sie werden zu Bezugspersonen für Lena und haben auch sichtlichen Einfluss auf sie.

Abschließend lässt sich sagen, das Pandemonium ein wirklich würdiger, spannender und Emotion geladener Nachfolger und eine überaus interessante Weiterführung der Geschichte ist. Hin und wieder mehr Fragen aufwirft die einem zum Nachdenken anregt und noch nach dem Beenden im Kopf herumspukt und man so nicht losgelassen wird, bis man den letzten Teil gelesen hat. Mir hat Pandemonuim gefallen und mich nicht mehr losgelassen hat. Dennoch muss ich sagen, dass es mir nicht zu 100% gefallen hat.


❶ ❷ ❸ ❹ ➄ 

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