REZENSION» Jack Taylor fliegt raus

11. Juni 2015


Jack Taylor fliegt raus
von Ken Bruen
dtv
Taschenbuch
1. Mai 2012
ISBN: 978-3-423-21367-7

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Der erste Fall für Jack Taylor

Der Polizist Jack Taylor lauert, nur mit einer Thermoskanne voll Brandy mit einem Schuss Kaffee bewaffnet, Verkehrssündern auf. Als ein schwarzer Mercedes an ihm vorüberrauscht, hält er den Wagen an. Darin sitzt ein hoher Regierungsbeamter des Finanzministeriums. Und Jack schlägt zu - daraufhin fliegt er raus. Und macht als Privatdetektiv weiter. Er bezieht sein neues Büro im Grogan's, dem einzigen Pub in Galway, in dem er noch nie Hausverbot hatte. Eigentlich ein ernsthafter Ort für ernsthaftes Trinken. Doch schon bald hat Jack seinen ersten Fall an der Backe.


MEINE MEINUNG

Jack Taylor, bekennender Alkoholiker und ehemaliger Polizist, schlägt sich seit seiner Suspendierung als Privatermittler durch und bekommt den Auftrag, einen vermeintlichen Selbstmord eines jungen Mädchens aufzuklären.

Eigentlich sollte dies ja schon die eigentliche Handlung des Buches sein, doch da wird man, doch schon ziemlich enttäuscht. Im Grunde genommen geht es hier eigentlich um den abgehalfterten Expolizisten Jack Taylor, der seinen Job verliert, nachdem er einen hochrangigen Politiker wegen Raserei anhält. Er lässt sich
dennoch davon nicht unterkriegen und beginnt eine Kariere als Privatdetektiv. In seinem neuester Fall, bittet die Mutter eines jungen Mädchens, welches Selbstmord begangen haben soll, Jack um Hilfe. So weit so gut, nur ist das eigentliche daran, das man von diesem Fall, bzw von dieser Tat nun wirklich nicht viel mitbekommt, denn das Augenmerk liegt auf dem Protagonisten Jack, von dem der Leser viel erfährt, beispielsweise seinen Problemen mit Alkohol, seiner Neigung zu Büchern. Was meiner Meinung nach zwar interessant, aber dennoch für den Fall irrelevant ist.

Mag sein, das einigen Lesern ein abgefragte, über das Leben sinnierende Hauptfigur gefällt, aber ich gebe ganz ehrlich zu mir nicht. Zumal mir bisher schleierhaft ist, wie der Fall gelöst hat und der Selbstmord bleibt an sich nur Nebensache. Viel mehr wird der Lebensalltag rund um den Expolizisten erzählt. Wer also hier einen spannenden Krimi erwartet hatte wird hier leider nicht damit bedient.

Auch mit dem Schreibstil des Autors habe ich mich schwer getan, kurze abgehackte Sätze, die nicht wirklich mit viel Details bespickt sind. Abgesehen von dieser Tatsache, war der Stil recht simpel und verständlich gehalten, trotzdem konnte ich nicht alles verstehen, da sehr viele Namen in Irland bekannter Schauspieler, Musiker, Schriftsteller etc. um sich geworfen wurde und man - wenn man diese nicht kennt - in einem beigefügten Glossar nachschlagen konnte, aber ich hatte keine Lust für jeden Namen auf die letzte Seite zu schlagen um herauszufinden in welchem Zusammenhang diese stehen.

Obwohl ich das Buch recht schnell gelesen hatte, bleiben für mich noch einige Fragen offen und ich hinzugefügt sagen muss, das trotz der einfachen Schreibweise, ich Probleme hatte mich in die Geschichte bzw. in die Handlung einzufinden und es mir somit unmöglich war auch nur ansatzweise einen roten Faden zu finden der konstant, wie bei anderen Büchern, vorhanden war.Auch der angegebene irische Humor, der vorhanden sein sollte, habe ich nicht so wirklich mitbekommen. Was ich vor fand, war ein versoffener, sinnierender ehemaliger Polizist der nicht wirklich mit seinem Leben klar zu kommen scheint.

FAZIT
Krimi hin oder her, mir hat das Buch nicht gefallen. Ich war etwas enttäuscht als sich im Nachhinein herausstellte, dass es nicht um einen Selbstmord, den es aufzudecken gilt handelt, sondern um einen, sagen wir mal, Detektiv geht der alles andere als ein Talent zum aufklären von Fällen hat. Da ich noch den zweiten Band im Regal liegen habe, bin ich schwer am überlegen, ab ich es mir noch antue ihn zu lesen.


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