REZENSION» ARKADIEN ERWACHT

29.12.2014


Arkadien Erwacht von Kai Meyer
Piper Verlag
Taschenbuch
12. Februar 2013
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Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa wie in einem alten Film – der Chauffeur am Flughafen, der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in ihm ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist.

MEINE MEINUNG
In Arkadien erwacht geht es um die junge Amerikanerin Rosa Alcantara, die zu ihrer Tante Florinda und ihrer Schwester Zoe nach Sizilien reist um ein neues Leben zu beginn. Schon früh musste sie einige schlimme Schicksalsschläge erleben. Rosa ist kein gewöhnliches Mädchen, doch bis zu diesem Zeitpunkt, weiß selbst sie nicht einmal welche gefährlichen und geheimnisvollen Ereignisse mit ihrem Eintreffen auf Sizilien in Bewegung gesetzt werden und das ihre Zukunft eng verwoben mit dem gut aussehenden Alessandro Carnevare ist. Welche Fehde beherrscht die beiden Mafiaclans, die seit Generationen gegeneinander Kämpfen und wie sieht das Schicksal aus, welches für Rosa vorhergesehen ist?

Arkadien erwacht war für mich eine spannende Lektüre, da ihre Protagonistin Rosa nicht so ganz in das Schema der strahlenden Heldin passt. Kai Meyer hat mit ihr ein Charakter erschaffen, der mir schon auf den ersten Seiten sympatisch war, da sie nicht wie andere zu jedem lieb und nett ist und mit ihrer Meinung und Ansicht nicht verschweigt. Rosa hatte ein schweres Jahr und versucht bei ihrer Familie in Italien einige ruhigen Stunden zu verbringen, um das tragische Erlebnis hinter sich zu lassen sie ist Innerlich zerrissen und weiß weder was sie als nächstes erwartet noch wohin ihr Weg führen wird. Wie bei allem anderen ist auch hier die Liebe ausschlaggebend wie es mit der Protagonistin weitergeht, die jedoch doch erst einmal nach und nach wächst.

Zu weit mit den Ereignissen der Handlung vorpreschen möchte ich nicht und das wäre ja auch nicht Sinn der Sache.

Was ich an "Arkadien erwacht" besonders interessant fand war, dass Rosa - wie im Vergangenen schon gesagt - nicht diese typische Protagonistin ist und dieses Klischee im Verlauf der Handlung auch nicht erfüllt. Die Tatsache, dass sie hin und wieder kleinere Gegenstände stielt, nicht um sich zu bereichern, sondern um diejenigen zu ärgern macht sie für mich umso interessanter. Erscheint sie anfangs eher mies gelaunt und passiv so erlebt man einige Überraschungen und es weckte in mir eine Neugier wie es wohl mit ihr weiter geht. Neben Rosa spielt auch der junge Alessandro Carnevare in diesem Buch eine tragende Rolle. Er ist genauso wie sie ein nachkomme und Erbe einer der Führenden Mafiaclans in Sizilien und somit gelten sie als rivalisierende Feinde.

Ihre erste Begegnung findet im Flugzeug, das auf dem Weg nach Sizilien ist, statt. Dort rettet er sie aus einer sehr misslichen Lage, die eventuelle schwere Konsequenzen für Rosa bedeutet hätten. Alessandro war mir - wie auch Rosa - von Beginn an sympatisch. Wo Rosa eher dickköpfig, sich über jede Regel hinweg setzt wo sie nur kann, so ist er der Gegenpol dazu. Auch wenn er hin und wieder aus der Haut fährt und sich durch seine Gefühle leiten lässt, finde ich ist er ein toller und interessanter Charakter. Mit einem Augenzwinkern muss ich noch erwähnen, dass es Rosa Alessandro nicht gerade leicht macht und ich finde sie passen richtig gut zueinander.

An Nebenfiguren gibt es nicht viele, dennoch muss ich sagen, dass es mir hier besser so gefallen hat, als wenn man nur so mit ihnen Erschlagen wird. Neben den Familienmitgliedern Rosas - Ihre Tante Florinda und die Schwester Zoe - bekommt man auch auf Seiten Alessandros einige Personen zu Gesicht, da wären unter anderem sein Onkel Cesare und dessen Sohn Tano, der Chaffeur der Carnevares Fundling - dieser wird im späteren Verlauf der Handlung noch eine größere Rolle spielen - sowie Zoes Freundin Lilia und Iole.Wie auch Fundling tragen auch sie ihren Anteil zur Storyline bei. Die Idee mit dem verfeindeten Mafiaclans fand ich interessant, auch wenn nicht jeder davon begeistert zu sein schien/scheint macht es für mich einen Großteil der Handlung aus, hin und wieder hätte ich gerne mehr Hintergrundinformation gehabt, dennoch fand ich es sehr gut.

Arkadien erwacht war für mich eine willkommenen Abwechslung mit einer außergewöhnlichen Handlung und Charakter mit denen der Leser einiges durchmacht. Das Buch an sich war mit viel Action, einer Prise Geheimnis und Liebe gespickt, was mich auf die folgenden beiden Bücher - und nach diesem Ende - neugierig gemacht hat.

❶ ❷ ❸ ❹ ❺ 

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