REZENSION - MAGISTERIUM DER WEG INS LABYRINTH

14.11.2014


Magisterium der Weg ins Labyrinth von Cassandra Clare , Holly Black
Lübbe One (Bastei Lübbe)
Gebundene Ausgabe
14. November 2014

Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge ist der zwölfjährige Callum nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium. Der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen ….





MEINE MEINUNG
Magisterium ist das neue Buch von Cassandra Clare und Holly Black, welches die Geschichte um den jungen Callum Hunt erzählt. Gemeinsam mit seinem Vater lebt er ein recht langweiliges Leben, in dem er ein Außenseiter ist und durch sein lahmes Bein weder mit anderen Kinder seines Alters noch richtig am Schulleben sprich dem Sportunterricht teilnehmen kann und auch von seinen Mitschülern wird er gehänselt. Obwohl er ein kleines Geheimnis hütet, nämlich, dass er Magie ausüben kann, hat sein Vater Alastair ihn strengstens Verboten dies zu enthüllen. Denn vor langer Zeit ist Callums Mutter gestorben und Alastair hat der Magie abgeschworen und Callum eingeschäft, das man keinem Magier trauen kann und sich davon fernzuhalten. Eines Tages muss sich Callum jedoch der "Eisernen Prüfung " unterziehen, die zeigen soll, welche Kinder dazu bereit sind im Magisterium, einer Schule für angehende Magier die tief verborgen in einer Höhle, Magie zu studieren. Obwohl Callum jede Prüfung mit bravour vermasselt, wird er dennoch von Master Rufus - einen Lehrer des Magisteriums - als Schüler ausgewählt und muss sich fortan nicht nur gegen finstere Wesen den Elemantarier herrumschlagen, sondern auch noch auf sich allein gestellt  in einer Welt zurechtfinden die mehr als mysteriös und so voller neuer und unglaublicher Dinge ist. 

Für mich war Magisterium eine kleine Herausforderung. Denn seinen wir mal ehrlich, wer denkt bei einem Jungen der Auszieht in eine neue Welt um dort das Zaubern zu lernen nicht direkt an Harry Potter. Es ist auch recht schwierig etwas neues zu kreieren was nicht unweigerlich an den Jungen mit der Nickelbrille erinnert, da es doch einen richtigen Hype darum gab und immer noch gibt. Wie ich bereits an einer anderen Stelle erwähnt habe, sollte man eigentlich solche Bücher nicht unbedingt miteinander vergleichen, doch nicht immer gelingt das auch. Dennoch ist Magisterium ein auf seine Weise tolles und lesenswertes Buch, dass mir einem Antihelden aufwarten kann, mit dem man einiges an Abenteuer erleben kann und wahrscheinlich noch wird. Auch die Schule selbst ist ein fantastischer Ort, der viel Stoff und Schauplätze für ungewöhnliches bietet. Zudem auch noch so angelegt, dass man sich - wenn man sich nicht auskennt - darin verläuft. Auch hinsichtlich der Charakter haben sich Cassandra Clare und Holly Black Gedanken gemacht. Obwohl ich Anfangs etwas überrumpelt war, konnte ich mich dennoch nach einiger Zeit mit Callum als '' Hauptcharakter'' einrichten und auch die Tatsache, dass er nach und nach Freundschaften schleißt - zwar vorausahnend- dennoch toll fand. Tamara und Aaron und auch Jasper - mit dem sich Callum hin und wieder anlegt - als Charakter gut durchdacht und das Trio gibt eine glaubwürdige Freundschaft mit höhen und tiefen ab.

Hinsichtlich der Welt der Magie und der Schule gibt es Aspekte, die meiner Meinung nach weiter ausgebaut werden können um die Leser mehr am Alltag teilhaben zu lassen, dennoch finde ich dass das "Gesamtpaket" bis jetzt stimmt und den Leser durchaus in seinen Bann zieht, wenn man sich einmal festgelesen hat. Zum Schreibstil ist zu sagen, dass es recht einfach gehalten wurde und somit für Kinder ab 10 Jahren gut geeignet ist. Ausführungen und Handlungen sind leicht beschrieben, das man leicht folgen kann und auch nicht durch unnötige Erklärungen verwirrt wird, jedoch noch soviele Geheimnisse und Wendungen beinhaltet, dass das Lesen nicht langweilig wird. 

Ungeachtet der Tatsache, dass man Augenblicklich an Harry Potter erinnert wird und Vergleiche zieht, ist Magisterium der Weg ins Labyrinth ein wunderbar eigenständige Geschichte die man ohne bedenken lesen kann und sich in eine Welt voller Abenteuer und Spannung wiederfindet. 

❶ ❷ ❸ ❹ 

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